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Fravahar, Symbol des Zoroastrismus

«Symbolisierung der Lehre Zarathustras»

Die Philosophie des Zarathustras ist symbolisch im Fravahar zusammengefaßt.

Dies symbolisiert den menschlichen Geist, der bereits vor seiner Geburt vorhanden war und auch nach dem Tod die Zeit überdauert.

Das Fravahar läßt sich wie folgt erläutern:

1. Das Antlitz verkörpert die anthropologische Verankerung der Lehre Zarathustras.

2. Die Flügel haben jeweils drei Reihen von Hauptfedern, welche die erwähnten Lebensmaximen gutes Denken, Reden und Handeln symbolisieren.

3. Die Schwanz‐ oder Steuerfedern bestehen ebenfalls aus drei Hauptfedern, die das schlechte Denken, Reden und Handeln symbolisieren, die Unglück verursachen.

4. Zwei Schleifen befinden sich an beiden Seiten dieses Symbols, die spanta Mainyu, die gute Kraft und angra Mainyu, die böse Kraft
bedeuten. Die gute Kraft deutet in Richtung Antlitz und die böse
Kraft in Richtung Rücken. Der einsichtige Mensch wendet sich mithin dem Guten zu und kehrt dem Bösen den Rücken.

5. Der von einem Kreis umgebene Rumpf symbolisiert die Unvergänglichkeit der Seele.

6. Die nach oben zeigende Hand weist den Weg zum Fortschritt, den der Mensch anzustreben vermag, während er gleichsam in der anderen Hand einen Ring hält, der Treue symbolisiert.

In diesen sechs anthropologisch symbolischen Formen konkretisiert sich das Welt‐ und Menschbild Zarathustras sowie seine praktische Philosophie.

Hierzu ist anzumerken, daß Fravahar ist nicht, wie häufig angenommen, das kosmische Prinzip Ahura Mazda repräsentiert. Der Überlieferung nach wurde hierfür das Symbol des Lichtes oder des Feuers gewählt.

Das Sartoschtentum (Zoroastrismus) als ein Lebens‐ und Denkweg erhebt Vernunft, Wahrhaftigkeit und individuelle Entscheidungsfindung im Zusammenspiel mit diesen sechs Symbolen zur Voraussetzung des gesellschaftlichen, familiären, religiösen und politischen Zusammenlebens. Ohne diese drei Möglichkeiten werden weder das Denken und Reden noch das Handeln an sich gut sein können.

 

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