Über uns

Der Toleranz kommt in der zarathustrischen Philosophie einer besonderen Bedeutung zu: »Mazda Ahura wird mit seiner liebevollen Regentschaft denjenigen, dessen Benehmen und Wort im Lichte des guten Denkens und höchste Gesinnung auf Wahrhaftigkeit gegründet ist, Zulänglichkeit und Unvergänglichkeit spenden«, (Gathas, 47/1). Nach Zarathustra sind religiös aufgeklärte Menschen, diejenigen, die die Erkenntnis des Guten vorziehen. In Gathas 51/52 heißt es: »Ein frommer Mann wird mit seiner Weisheit Reden, Taten und Wahrnehmungen die Wahrhaftigkeit verbreiten. Mazda Ahura wird so einen Menschen im Lichte der guten Gedanken mit heiliger Kraft beschenken. Ich wünsche ihm auch eine hohe Belohnung.«. Dies unterstreicht die Eigenständigkeit eines jeden Einzelnen und macht den Stellenwert seiner Würde deutlich.

Die freidenkerische Grundhaltung, die der Zoroastrismus in seiner Gathaischen Form an den Tag legt, soll das Anliegen einer jeden modernen und humanistischen Gesellschaft sein. Dies ist die Voraussetzung für einen respektvollen Umgang zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen und für ein friedliches und friedvolles Miteinander. Extremismus, Rassismus, religiöser Chauvinismus und Krieg haben daher absolut keinen Platz in Zoroastrismus.